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Download Langeweile, Überdruß und Lebenssinn: Eine by Alfred Bellebaum PDF

By Alfred Bellebaum

Es gibt banale Langeweile z.B. in Freizeit, Beruf, Schule, Ehe, Altenheim, Militär . . . Es gibt aber auch tiefsitzende Langeweile, die anlagebedingt sein und durch widrige Umstände ausgelöst, verstärkt und am Leben erhalten werden kann. Darauf verweist Acedia-Trägheit, jahrhundertelang als eine der sieben Hauptsünden angeprangert, die später als Melancholie, Ennui, Hypochondrie, Spleen, existentielle Langeweile oder endogene melancholy stetig aufgetreten ist und nach wie vor unbesiegt auftritt. Auch für diese andere Langeweile bietet die moderne Gesellschaft einen guten Nährboden. Der Autor beschreibt die vielfältigen Formen von Langeweile und deren Nutzen und Schaden in unserer Gesellschaft, Kultur und Geschichte.

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Was sie tun, erledigen sie unlustig. Sie wirken wie gelähmt und empfinden auch so. Ihr Rückzug auf sich selbst wird mit einem Selbstwertverlust erkauft. Es ist ein disastrous vice of the spirit, das paralyses human will (Huxley: 19). Die Lebensmöglichkeiten werden nicht genutzt. Der wiederholte Hinweis Chaucers auf mangelnde Aktivitäten zeigt einen Bedeutungswandel an, den es in England schon seit dem frühen 13. Jahrhundert gibt. Er hat seinerseits auch mit einem folgenreichen Wort-Wechsel zu tun, denn Accidie wird zunehmend häufiger durch Sloth = Trägheit von slow = langsam - ersetzt.

Er läßt sich in dreifacher Hinsicht mit Pascal zusammen sehen. Kierkegaards "Idee der Langeweile als stimmungsmäßiger Erfahrung des Nichts ist bei Pascal in dem Gedanken des ennui vorweggenommen" (H. Kuhn: 98), er beschreibt eindringlich den menschlichen Zwang nach Abwechslung, und er ist nach eigenem Bekunden - so wie er es verstand christlich orientiert. • Die Kontinuität der Tradition beeindruckt. In einer Tagebuchnotiz vom 20.

29 50 7. 1 Seneca: Taedium vitae - Lebensüberdruß Das französische Wort Ennui bezeichnet viele für Acedia und Melancholie typische Erscheinungen in einer anderen Sprache. ). Baudelaire (1821-1867), persönlich betroffen und dichterisch intensiv mit Ennui beziehungsweise Spleen befaßt, notiert gelegentlich: Le portrait de Serene par Seneque, celui de Stagyre par Saint Jean Chrysostome. L' Acedia, maladie des moines. Le Taedium vitae. (zit. ). In einer umfangreichen Studie über Ennui werden unter anderem erörtert: schwarze Galle, Mittagsdämon, Petrarcas Reflexionen über Acedia-Melancholie und LaRochefoucauld, der von sich selbst (zumindest) sagt: Je suis melancholique.

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