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Download Demokratietheorien: Eine Einführung by Manfred G. Schmidt PDF

By Manfred G. Schmidt

Das vorliegende Buch ist eine Einführung in ältere und modeme Theorien der Demokratie. Es schlägt einen Bogen von der demokra­ tiekritischen Staatsformenlehre von Aristoteles über die Schriften von Montesquieu, Jean-Jacques Rousseau, Alexis de Tocqueville, Karl Marx, Max Weber, Joseph Schumpeter, Anthony Downs und anderen Theoretikern bis hin zur vordersten entrance der historisch und interna­ tional vergleichenden Demokratieforschung. Zu den Demokratietheo­ rien gehören normative - Soll-Zustände abwägende - Lehren und empirische oder "realistische" Theorien, die hauptsächlich der exakten Beschreibung und Erklärung dienen. Beide kommen in diesem Buch zur Sprache. Insoweit folgt es gebräuchlichen Einführungen zur De­ mokratietheorie. Allerdings will die vorliegende Schrift mehr. Sie dient auch der Unterrichtung über den neuesten Stand des Zweiges der Politikwis­ senschaft, der sich mit dem Vergleich von Demokratien beschäftigt. Er wird im folgenden abkürzend als Vergleichende Demokratiefor­ schung bezeichnet. Hiermit informiert dieses Buch über einen beson­ ders wichtigen Zweig der Demokratietheorie, der von vielen Theoreti­ kern und den meisten Verfassern von Einführungen zur Demokratie vernachlässigt wird. Die Vergleichende Demokratieforschung widmet sich hauptsächlich den Gemeinsamkeiten und Unterschieden ver­ schiedener Demokratietypen und deren jeweiligen Stärken und Schwächen. Auch erörtert sie die Funktionsvoraussetzungen der De­ mokratie und die Bedingungen ihres Zusammenbruchs. Ferner erkun­ det sie die Wege, die vom autoritären Staat zur Demokratie führen und die Hindernisse, die dabei zu überwinden sind. Überdies beschäf­ tigt sich die Vergleichende Demokratieforschung mit der möglichst exakten Erfassung des Unterschieds von Demokratie und nichtdemo­ kratischer Staatsverfassung.

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VollbÜfger sind gemäß Bürgerschaftsgesetz des Perikles von 451/450 v. Chr. nur die Waffenfähigen mit unbescholtener Geburt: Männer, die väter- und mütterlicherseits "eindeutig aus athenischen Familien stammten" (Welwei 1999: 111). Diese waren gemeint, als es bei Thukydides hieß: Die Männer sind die Stadt; sie herrschten. "Im Besitze von Herrschaft" sein bedeutet Überle34 genheit, Dominanz und Machtausübung, und zwar Machtausübung des Demos, also der Gesamtheit der Stimmberechtigten, in der Volksversammlung, in der Exekutive und in den vom Stimmvolk beschickten Geschworenengerichten (Der Staat der Athener 41,2).

Die griechische Antike kannte nur die Direktdemokratie in kleineren Gemeinwesen. Unbekannt waren ihr Parteien, 57 Interessengruppen, Medien und Gegenkräfte zur ungezügelten Volksherrschaft wie eine unabhängige fachgeschulte Richterschaft oder Menschen- und Grundrechte. Überdies ist die altgriechische Demokratie mehr eine umfassende und auf alle Erfahrungsbereiche einwirkende "Gesellschafts- und Lebensordnung" (Raaflaub 1995: 5) als eine Verfassung. Und die athenische Bürgerschaft ist "nicht nur eine politische, sondern auch eine kultische Gemeinschaft" (Gehrke 1999: 109): Zahlreiche Götterfeste und rege Beteiligung an künstlerischen und sportlichen Darbietungen führen die Bürger zusammen.

Das umfasste für die Dauer eines Jahres fast täglich die Pflicht zur Mitberatung und Mitentscheidung. Hinzu kam die Mitwirkung von mehreren tausend Stimmberechtigten in den Geschworenengerichten. Überdies gab es hunderte von Amtsinhabern und Marktinspektoren. Die Repräsentativität der aktiv beteiligten Stimmbürgerschaft kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden, doch waren wohl die Stadtbewohner sowie ältere Bürger überrepräsentiert, die ländliche Bevölkerung und der Agrarsektor, der wichtigste Wirtschaftszweig, hingegen erheblich unterrepräsentiert (Austin/VidalNaquet 1984, Finley 1991).

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